Zwei Jahre ist es nun schon her, dass ich mich alleine nach Griechenland gewagt habe und relativ spontan ein 10-tägiges Inselhopping durch die Kykladen geplant habe. Angefangen auf Mykonos, wo ich direkt in Mykonos Stadt ein schnuckeliges Hotel hatte, ging es über das berühmte Santorini weiter bis nach Naxos und Athen. Eine September-Reise mit vielen Eindrücken und noch mehr tollen Erinnerungen.

Mykonos-Stadt ist einfach nur ein absoluter Traum: Es gibt so viele kleine, tolle Läden zum Schmökern, die wirklich besondere Sachen haben und jede Gasse und Ecke, die man umrundet bietet atemberaubende Schönheit. Alles ist fußläufig erreichbar und ich hatte mich nach drei Tagen immer noch nicht satt gesehen, obwohl ich natürlich manche Gassen auch schon doppelt besucht hatte. Zum Übernachten kann ich euch das Carbonaki Hotel absolut empfehlen, es ist sehr zentral gelegen, hat ein wunderbares, sehr leckeres Frühstück im Angebot und das Personal war unfassbar hilfsbereit und freundlich - besser geht es nicht!

Die Sonnenuntergänge im Hafen, dem sogenannten "Little Venice" waren jeden Abend atemberaubend und lockten hunderte an die beliebte Stelle. Wenn ihr dorthin fahrt, dann gebt euch nicht der Illusion hin, dass ihr dort allein seid. Es ist ein Massenspektakel. Wenn man es aber vorher weiß und sich darauf einstellt, kann man es trotzdem sehr genießen und mit ein bisschen mehr Aufwand trotzdem wunderschöne Fotos ohne die Menschenmassen kreieren.

Weiter ging es dann nach Santorini, wo meine Bildauswahl ehrlich gesagt dann deutlich begrenzter ist als im Falle Mykonos. Dafür gibt es zwei Gründe: Am ersten Abend habe ich in einem Restaurant Fisch zu Abend gegessen - wo, wenn nicht direkt am Meer, oder? Falsch gedacht, ich hatte eine Lebensmittelvergiftung und lag von meinen vier Tagen auf Santorini drei volle Tage komplett flach. Es war wirklich grauenvoll und ich wünsche es niemandem! Am letzten Tag habe ich mich aber dennoch aufgerafft, um zumindest noch ein paar schöne Aufnahmen dieser berühmten Insel einzufangen. Der zweite Grund ist ganz ehrlich, dass Santorini meiner Ansicht nach völlig überschätzt wird. Täglich werden die Insel und die schönen Städte Oía und Firá von mehreren Kreuzfahrtschiffen überrannt, was bei den engen Gassen nun wirklich keine Freude bereitet. Im direkten Vergleich zu Mykonos war Santorini für mich eine herbe Enttäuschung - ich habe aber auch schon andere Meinungen gehört. Ich schätze meine Lebensmittelvergiftung trübt da mein Urteilsvermögen.

Weiter ging es also dann noch nach Naxos, auch mit der Fähre, was schon ein kleines Abenteuer war. Der letzte Teil der Reise war dann zum Entspannen und am Strand liegen gedacht. Sogar einen kleinen Bootsausflug habe ich mir noch gegönnt und habe mich dann eigentlich erst dort wieder so richtig von meiner Lebensmittelvergiftung erholt. Gelernt habe ich von meinem Besuch auf der Insel, dass man auch die weniger bekannten Teile der Kykladen nicht verachten sollte. Diese sind in der Regel nämlich nicht ganz so touristisch überlaufen und von Natur und Architektur her fast genauso schön wie die berühmteren Ecken.

Wenn ihr euch jetzt schockverliebt habt in die griechischen Inseln der Kykladen, dann kann ich das absolut verstehen. Seit ich 2017 dort war möchte ich wieder zurück, zumindest nach Mykonos. Kreta und Korfu stehen auch noch auf der Liste meiner absoluten Wunsch-Reiseziele. Mal schauen, ob Sven und ich es in den nächsten Jahren noch dorthin schaffen. Die gute Nachricht ist, dass Mykonos preislich zwar teuer, aber noch erschwinglich ist. Santorini dagegen ist wirklich unfassbar überteuert und leider bin ich an vielen Hotels vorbeigekommen, die ich vorher auf Booking gesehen habe und hätte dort, ganz ehrlich, keine einzige Nacht verbringen wollen. Hier würde ich euch empfehlen wenn ihr schon dort seid, auch eine entsprechend gute und unter Umständen teure Unterkunft zu nehmen. Auf kleineren Inseln wie Naxos und co. gibt es ganz viele traumhafte Airbnb's, die preislich (zumindest 2017) noch völlig in Ordnung waren. Wenn ihr noch Tipps braucht, dann meldet euch gerne bei mir!