Ich hab es ja via Instagram schon einmal angekündigt - wir spielen schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken unseren Traum vom Haus zu verwirklichen und nun haben wir endlich ein Grundstück gefunden. Natürlich nehme ich euch mit und werde hier regelmäßig Updates zu unserem Projekt Hausbau posten, fangen wir also mit Teil 1 an:

Die Grundstückssuche

Vorneweg, wir hatten unfassbares Glück und haben unser Grundstück zu 100% meinem Papa zu verdanken. Er ist ja beruflich für eine Fertighaus-Firma tätig und hat sofort beim Anbieter angerufen, nachdem das Grundstück auf einem Immobilienportal erschien. Zum Glück - wir waren die Ersten, die sich gemeldet haben, die Maklerin war überrascht, denn sie hatte kaum auf den "Veröffentlichen"-Knopf gedrückt, schon hatte sie meinen Papa am Telefon, der das Grundstück ungesehen für uns reservierte.

Warum? Weil man in diesem unfassbar umkämpften Markt heutzutage schnell und entschlossen sein muss. Wir kannten die Fakten, Größe, Preis und Lage - im Nachbarort von meinen Eltern, in einem ruhigen Wohngebiet, Luftlinie 500 Meter und zum Laufen 5 Minuten vom Haus meiner Eltern entfernt - damit stand für uns ungesehen fest, dass es das wird, denn wir wissen ja schon länger, was wir wollen. Mein Vater macht genau das beruflich jeden Tag und hat schon viel zu viele Bauprojekte scheitern sehen, weil die Bauherren zu zögerlich waren - diesen Fehler würden wir nicht machen.

Weil mein Vater in seinem Job so erfolgreich ist und es so wunderbar läuft, ist das Ganze auch langsam zu viel für ihn alleine, sodass ich ihn schon seit einer Weile im Back Office unterstütze. Wir haben den Grundstücksguru für Mittelfranken ins Leben gerufen, das hier soll kein Werbepost dafür werden, aber falls ihr euch vielleicht auch mit dem Thema Hausbau auseinander setzt, dann schaut doch mal vorbei. Durch meine Recherche und Arbeit an diesem Baby, das seit wenigen Wochen online ist, kannte ich mich also auch schon ein wenig aus und wusste, was das Projekt Hausbau für uns alles bedeuten würde. Die erste große Hürde, die es zu überwinden galt war das Thema Geld:

Finanzierung & Hausauswahl

Um eine Finanzierung zu beantragen und zu bekommen, muss man schon sehr genau wissen, was man will und es gibt vier Kostenbestandteile: Grundstück, Kaufnebenkosten, Haus & Baunebenkosten. Ohne Werksvertrag mit einer Summe X fürs Haus bekommt man gar keine Zusage von der Bank, also mussten wir erstmal ein Haus "kaufen".

Auch dank meinem Vater steht für uns fest, dass es ein Fertighaus wird und welches wissen wir schon ganz genau, seit wir ihn einmal gemeinsam im Musterhauspark in Heßdorf bei der Arbeit besucht und verschiedene Häuser angesehen haben. Wir waren uns sofort einig und haben uns in eines der Musterhäuser vor Ort verliebt - allerdings von einem anderen Hersteller. Es sollte aber natürlich unbedingt Bien-Zenker werden, wir haben durch die Tätigkeit meines Vaters so viel von der Firma mitbekommen und sowohl Design, Konzept, Kundenservice, als auch Ethik des Unternehmens haben uns von Anfang an überzeugt. Also haben wir die Kataloge durchforstet und siehe da - exakt den Grundriss des Mitbewerbers gab es auch bei Bien-Zenker. Der wohl wichtigste Hinweis für zukünftige Bauherren, viele laufen durch die Musterhäuser und nur weil ihnen der Grundriss oder die Küche in einem Musterhaus nicht zusagt, fliegt der Hersteller aus der Auswahl raus - was für ein Quatsch! Jeder Hersteller kann jeden Grundriss und bei jeder Firma plant man sowieso alles individuell nach den eigenen Wünschen. Also lieber vor Ort über die Firma und wofür sie steht informieren und sich fürs Haus nur Anregungen holen.

Mein Papa - dank dem wir das Grundstück gefunden und den Zuschlag bekommen haben!

Also, Werksvertrag fürs Haus abgeschlossen und los ging's mit dem Zusammensuchen aller Unterlagen für den Finanzierer inkl. Gehaltsnachweisen und co. Eine spannende Phase, wobei uns etwas weniger Spannung hier lieber gewesen wäre, denn die finale Bestätigung erhielten wir erst wenige (zwei) Tage vor dem Notartermin.

Man spricht hier ja schon über echt hohe Summen und eine laaaaaaaaaangjährige Verpflichtung, uns war wichtig, dass wir uns nicht tot zahlen für das Haus, sondern trotzdem noch "entspannt" leben und auch in den Urlaub fahren können. Das Reisen für den Traum vom Haus aufzugeben kam für mich nicht in Frage - ich weiß, das klingt für viele arrogant und nach hohen Ansprüchen. Ich arbeite aber jede Woche 60+ Stunden in einem Vollzeitjob, fotografiere nebenbei ca. 20 Hochzeiten im Jahr und mache das Back Office für meinen Vater - das Reisen ist mein großer Ausgleich und meine Leidenschaft und die will und kann ich nicht aufgeben.

Wir verdienen ja beide auch nicht schlecht, die Erlöse aus meiner Selbständigkeit haben wir noch nicht mal mit rein genommen, da man als Selbständiger einen schlechteren Zins erhält, selbst wenn es nur im Nebenerwerb ist (was für ein Witz). In dieser Phase sind uns viele, viele Dinge bewusst geworden und wir haben viel hin und her gerechnet und unsere Wünsche fürs Haus mit den Kosten dafür abgewägt. Letztendlich hat aber alles geklappt und wir haben eine Finanzierung mit der wir uns wohlfühlen, unser Finanzierer Christian Ellrich von Ellrich Consulting hat alles für uns gemacht und sich richtig reingehängt für uns, wir können ihn nur weiterempfehlen.

29.05.2020 - Notartermin

Am Freitag war es dann soweit und wir hatten unseren Notartermin, um den Kauf des Grundstücks zu beurkunden. Unfassbar aufregend und schön, in unserem speziellen Fall wird der anschließende Kaufabwicklungsprozess etwas länger dauern, denn der Verkäufer befindet sich in Betreuung und der Verkauf muss erst noch durch das Gericht final bestätigt werden. Auch alles Dinge, die wir vorab nicht wussten.

Der gesetzliche Betreuer, der den Notartermin anstelle des Verkäufers wahrgenommen hat, hat uns dann noch erzählt, es habe einige Interessenten gegeben, die direkt 40 - 60.000 mehr geboten hatten und eine sofortige Kaufzusage gaben - in so einem Falle hätten wir nicht mitgehen können. Der Betreuer hat aber ganz strikt und fair entschieden, dass der Zuschlag nach Reihenfolge vergeben wird und Gott im Himmel sei Dank, dass mein Papa vorm Laptop saß und direkt angerufen hat, als das Inserat online ging.

Jetzt hieß es also Feiern!

Kleiner Umtrunk trotz Corona

Trotz Corona haben wir uns dann mit der engsten Familien am Grundstück verabredet und eine Flasche Champagner geköpft. In der Regel baut man nur einmal im Leben, diesen Tag haben wir nur einmal und wir konnten ihn auch nicht verschieben - wir haben es uns also rausgenommen und riskiert. Der ein oder anderen hält das in diesen Zeiten vielleicht für falsch, aber wir stehen dazu, wir waren hier egoistisch und haben unseren großen Tag mit drei Haushalten gefeiert und uns hochleben lassen.

Die Nachbarn sind nach und nach auch rausgekommen und haben alle über den Gartenzaun gratuliert, wir haben uns schon einmal gut unterhalten und auf tolle Nachbarschaft getrunken. Wir ihr auf den Bildern seht, steht auf unserem Grundstück noch ein altes Haus inkl. Garagen. Wir haben anfangs sogar überlegt, ob wir dieses renovieren können. Aufgrund der schlechten Substanz und Jahrzehnten, in denen gar nichts gemacht wurde, mussten wir diesen Plan aber sehr schnell wieder verwerfen. Der Garten ist total verwildert und zugemüllt, hier muss erst einmal alles raus und platt gemacht werden, was nicht zu erhalten ist.

Besonders schade ist es um einen großen Kirschbaum, der hinterm Haus steht. Leider wurde dieser komplett falsch geschnitten und hat sich durch wilden Wuchs gerächt. Sven ist ja gelernt im Garten- und Landschaftsbau und kennt sich dadurch sehr gut aus. Schnell hat er gesagt, der Baum muss so oder so weg, da auf Dauer zu gefährlich für umstehende Häuser - echt schade, denn so ist es leider mit zahlreichen Bäumen im Grundstück. Immerhin haben meine Oma und ich beschlossen, dass wie in 1-2 Monaten auf jeden Fall so viele Kirschen wie möglich absammeln und einen großen Topf Kirschmarmelade und einige Kirschkuchen machen, damit wir zumindest noch ein paar Jahre etwas von dem Baum als Erinnerung haben.

Die nächsten Schritte

Die Nachbarn haben sich auch alle sehr froh gezeigt, dass hier nun endlich wieder "Ordnung" auf das verwilderte Grundstück kommt - wir können uns wirklich auf einen Haufen Arbeit einstellen, freuen uns aber natürlich schon darauf!

Wie geht es jetzt weiter?

Erst einmal müssen wir abwarten, bis der Kauf final abgewickelt ist, derweil werden wir aber schon einmal den Architektentermin für unser Haus vereinbaren und planen, damit wir möglichst schnell die Baugenehmigung beantragen können. Ansonsten müssen wir dann natürlich erst einmal o.g. verwilderten Garten einigermaßen frei schneiden, damit die Abrissfirma dann das alte Haus Zurückbauen und schließlich abreisen kann. Dafür müssen wir natürlich die Schonzeit für Hecken und Bäume abwarten und können aller Wahrscheinlichkeit nach erst im Oktober so richtig loslegen, aktuell brüten ja viele Vögel und die möchten wir natürlich nicht vertreiben.

Ihr seht also, es kommt noch viel Arbeit auf uns zu und wir werden alle Hände voll zu tun haben. Noch freuen wir uns sehr darauf, auch wenn es zwischendurch sicherlich auch einmal nicht nur schön und toll ist. Gemeinsam schaffen wir das und haben Familie und Freunde, die uns tatkräftig unterstützen.

Ich halte euch in jedem Fall immer einmal wieder auf dem Laufenden und werde Updates und natürlich viele Fotos mit euch teilen!

Achja - und an dieser Stelle natürlich nochmal ein Riesen großes Dankeschön an meinen Papa, der uns das alles überhaupt erst ermöglicht hat! Wir bedanken uns dann mit vielen Enkelkindern, die wir Sonntags um 7 Uhr einfach schnell zu "Oma und Opa" rüber schicken.

Und wenn ihr gerade auch mit dem Gedanken spielt zu bauen, dann schaut doch entweder mal in Heßdorf bei meinem Papa im Bien-Zenker Musterhaus vorbei, oder folgt dem Grundstücksguru bei Instagram oder Facebook, wir versorgen euch dort mit echtem Wissen, Tipps und Tricks und viel Inspiration rund ums Thema Hausbau und unterstützen euch auf Wunsch bei der Grundstückssuche, ihr seht ja hier als bestes Beispiel, dass es funktioniert!